Wie Zutrittskontrollen höchste Sicherheit bringen?

André Günther23.5.2023
Die Zutrittskontrolle klärt eine einzige Frage. Wer darf wann wohin?

Eine Zutrittskontrolle steuert nach einem festen Regelwerk, welche Person zu welcher Zeit welche Bereiche betreten darf. Von der Karte über PIN, RFID und QR-Code bis zur Gesichtserkennung reicht das Spektrum. Ergänzt um einen Metalldetektor wird aus der Berechtigungsprüfung zugleich eine Kontrolle auf gefährliche Gegenstände oder Diebesgut. Der Schutz gilt Menschen, Sachwerten und sensiblen Daten.

Fünf Arten der Zutrittskontrolle

Mechanisch. Das klassische Schließsystem mit Zylinder und Schlüssel, langlebig und in Schließanlagen von Hotels, Büros oder Sportanlagen bis heute verbreitet.

Elektronisch. Ein Lesegerät prüft Ausweis, Chip oder ein anderes Medium mit den hinterlegten Rechten und hält fest, wer wann welchen Bereich betreten hat. Einzeltüren laufen als Standalone-Lösung und lassen sich oft nachrüsten, größere Gebäude über vernetzte Online-Systeme mit zentraler Software steuern.

Mechatronisch. Die Kombination aus Elektronik und Mechanik. Der Schlüssel mit RFID-Chip öffnet erst, nachdem das System das Zutrittsrecht geprüft hat. Typisch für Behörden und Büros mit hohen oder zeitlich begrenzten Anforderungen.

Physisch. Drehsperren, Drehkreuze, Sensor- und Sicherheitsschleusen lenken den Personenfluss zügig und sicher.

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Manuell. Pförtner oder Türsteher entscheiden nach Sicherheitskonzept über den Zutritt. Der geschulte Blick ist unersetzlich, kostet aber Personal, das früh eingeplant werden muss.

Kombinierte Kontrollen

Für Veranstaltungen werden Tickets per Handheld eingelesen, während der geschulte Blick die Gäste einschätzt. Die höchste Sicherheitsstufe erreicht die Kombination aus physischer und manueller Kontrolle. Personalisierte Tickets werden am Drehkreuz geprüft. Davor durchläuft der Gast eine Personenkontrolle mit dem Durchgangsdetektor. Bei Bedarf kommen Röntgen für das Handgepäck und die Nachkontrolle mit der Handsonde hinzu. In der Industrie sichert die elektronische Zutrittskontrolle die Türen. Der Metalldetektor an Ein- und Ausgang schützt zusätzlich vor eingebrachten Gegenständen und vor Diebstahl.

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Wo Zutrittskontrollen eingesetzt werden

Zutrittskontrollen stehen überall dort, wo Personen, Sachwerte oder Daten zu schützen sind. Das reicht von Türen öffentlicher Einrichtungen über Industrie und Lager bis zu Banken, Krankenhäusern und Rechenzentren. Ein Hotelgast soll nur sein Zimmer und den Wellnessbereich erreichen. Der Supermarkt lässt vor der Öffnung nur Personal und Zulieferer ein. Das Werk gewährt zum Schichtwechsel Zugang, hält sensible Bereiche aber gesperrt. Ein Metalldetektor erweitert die Kontrolle gezielt auf Waffen.

Was der Detektor findet

Programme wie Zuschauer oder Gebäude erkennen Schusswaffen, Munition, Schlag- und Stichwaffen, Messer oder Pfefferspray. Harmlose Gegenstände wie Münzen, Schlüssel oder Folien filtern sie heraus. So bleibt die Kontrolle bei hohem Durchlauf treffsicher und alarmarm.

Das Ampelsystem regelt das Tempo

Über die Symbole Gehen und Warten gibt der Detektor den nächsten Durchgang erst frei, wenn die vorherige Kontrolle abgeschlossen ist. Die Geschwindigkeit ist einstellbar, Abstandslinien vor dem Rahmen ordnen den Zulauf.

Qualifiziertes Personal

Zuverlässige Kontrollen setzen erfahrene Kräfte mit Menschenkenntnis voraus. Für die meisten Bewachungstätigkeiten genügt die 40-stündige Unterrichtung bei der IHK (§ 34a Absatz 1a GewO, § 6 BewachV). Für bestimmte Aufgaben, etwa den Einlass in leitender Funktion bei zugangsgeschützten Großveranstaltungen, ist die IHK-Sachkundeprüfung vorgeschrieben. Jede Wachperson muss seit 2019 im Bewacherregister eingetragen sein (§ 11b GewO). Sie trägt ein sichtbares Schild mit Name oder Kennnummer sowie dem Namen des Unternehmens. Alternative Untersuchungsmethoden wie Handsonde oder manuelles Abtasten gehören ins Konzept.


Praxisbeispiel TUI-Vorstandskonferenz

Anforderung an DTI
Am Drehkreuz die Zugangsberechtigung per Ticket prüfen, davor auf Schuss-, Stich- und Schnittwaffen kontrollieren.

Lösung
Vor den Drehkreuzen eine Sicherheitsschleuse aus Durchgangsdetektoren und Gepäckscanner mit manueller Zutrittskontrolle. Finale Sicherheit bringt der Blick ins Gepäck oder die Handkontrolle mit dem Garrett Super Scanner V.


Passende Geräte

Garrett PD 6500i Dual Optics. Der mikroprozessorgesteuerte Durchgangsdetektor mit Pinpoint-Technologie ist auf hohen Durchsatz ausgelegt, unterscheidet Eisen von Nichteisen und bringt ein Zählwerk mit. Die IP65-Ausführung ist wetterfest und mit Lenkrollen von einer Person verschiebbar.

Zum Garrett PD 6500i Dual Optics
Zum Garrett PD 6500i IP65

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Garrett SmartScan. Der Torbogen-Aufsatz misst berührungslos die Körpertemperatur während der regulären Kontrolle. Die Temperatur ist ein Gesundheitsdatum nach Artikel 9 DSGVO; datenschutzfreundlich ist der Betrieb ohne Speicherung, nur mit Ampelsignal.

Zum Garrett SmartScan

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VMI Spectrum 6040 Röntgenscanner. Für Zutrittskontrollen mit Handgepäck. Sein 160-kV-Generator liefert die nötige Bildqualität; das Gerät ist netzwerkfähig und mit einem Durchgangsdetektor koppelbar.

Zum VMI Spectrum 6040

Garrett CMA Schnittstellenmodul. Für die zentrale Überwachung mehrerer Kontrollpunkte per Ethernet oder WLAN, mit Protokollierung von Durchsatz und Alarmen; koppelbar mit einem VMI-Röntgengerät.

Zum Garrett CMA Wireless Schnittstellenmodul

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