Temperatur-Screening mit Durchgangsdetektor
Ein Besucher geht durch den Metalldetektor, die Waffenkontrolle läuft, und gleichzeitig wird berührungslos seine Körpertemperatur erfasst. Kein zweiter Checkpoint. Kein zusätzliches Personal. Kein Stau. Was nach Zukunftsmusik klingt, ist mit dem Garrett SmartScan längst Realität.
Die Pandemie hat vieles verändert. Ein Bewusstsein ist geblieben. Menschenansammlungen und Infektionsrisiken gehören zusammen. Flughäfen, Häfen und Bahnhöfe screenen seit Jahren auf erhöhte Körpertemperaturen. Für Gerichte, Veranstaltungshallen, Logistikzentren oder Behörden war das lange keine Option, nicht mangels Bedarf, sondern wegen der Umsetzung. Zu aufwendig.
Kontaktlose Temperaturmessung per Stirnthermometer bindet einen Mitarbeiter. Er misst jeden einzelnen Besucher, hält Mindestabstand und reagiert bei Auffälligkeiten. Bei hundert Besuchern pro Stunde ist das machbar. Bei tausend wird es zum Flaschenhals. Bei fünftausend, Stadion, Messe, Großveranstaltung, ist es nicht mehr durchführbar. Der Einlass käme zum Erliegen.
Die Frage liegt daraufhin nahe. Jeder Besucher muss ohnehin durch einen Durchgangsdetektor. Warum nicht diesen Moment für die Temperaturmessung nutzen?

Ein Modul, zwei Funktionen, kein zusätzlicher Schritt
Genau das ist die Idee hinter dem Garrett SmartScan. Das Modul sitzt als Aufsatz auf dem Torbogen eines bestehenden Garrett-Durchgangsdetektors. Konkret passt es auf den PD 6500i oder den MZ 6100. Passiert eine Person den Detektor, erfasst das Modul ihre Körpertemperatur per Infrarot-Sensor. Berührungslos, in derselben Zeitspanne wie die ohnehin laufende Metallanalyse. Kein zweiter Halt. Keine zweite Station. Kein zweiter Mitarbeiter.
Die Rückmeldung läuft über ein einfaches Ampelsystem. Es zeigt „Weitergehen" oder „Stehenbleiben". Das Signal geht gleichzeitig an die durchgehende Person und an Ihren Bediener. Wer unauffällig ist, merkt vom Temperatur-Screening praktisch nichts. Genau das ist gewollt. Diskretion gehört zu den Kernanforderungen, besonders in Behörden und bei öffentlichen Veranstaltungen. Niemand soll dort vor anderen Besuchern als potenziell krank dastehen.
Nachrüstbar statt Neuanschaffung
In der Praxis zählt ein Punkt besonders. Das SmartScan ist kein eigenständiges Gerät neben dem Detektor, sondern ein Nachrüstmodul für Ihre bereits bestehende Infrastruktur. Nachrüsten, nicht neu kaufen. Sehr viele Einrichtungen in Europa haben bereits Garrett-Durchgangsdetektoren im Einsatz. Sie rüsten die Temperaturmessung als Funktion nach, ohne die Kontrollstation umzubauen.
Das Modul sitzt oben auf dem Torbogen und ist in zwei Breiten erhältlich. Standard-Durchgänge messen 76,2 cm, barrierefreie Durchgänge 82,6 cm. Ein Lithium-Akkupack versorgt es rund acht Stunden ohne Netz. Genug für einen vollen Veranstaltungstag. Die Selbstkalibrierung passt die Messwerte automatisch an die Umgebungstemperatur an. So justieren Sie weder bei sommerlicher Hitze noch in zugigen Eingangsbereichen nach.
Temperaturmessung und Metalldetektion laufen wahlweise gekoppelt oder unabhängig. In einem Logistikzentrum ist der Diebstahlschutz nur beim Verlassen relevant. Beim Betreten prüfen Sie morgens ausschließlich die Temperatur. Die Metalldetektion steht dann auf null. Beim Schichtwechsel schalten Sie beides scharf.
Netzwerkfähig und zentral steuerbar
Manche Einrichtungen betreiben mehrere Kontrollpunkte, etwa große Behörden, Messegelände oder Stadien. Hier zählt ein weiterer Aspekt. Die Durchgangsdetektoren sind netzwerkfähig. Alles auf einem Schirm. Über Garretts iC-Modul verbinden Sie mehrere Detektoren per Ethernet oder WLAN mit einem zentralen Rechner. Von dort überwachen Sie den gesamten Einlassverkehr in Echtzeit, mit Temperaturalarmen, Durchgangszahlen und Alarmstatistiken. Der interne Datenspeicher protokolliert jede Einstellung und jeden Durchgang.
Das klingt nach Überwachung, ist aber vor allem Logistik. Eine Großveranstaltung betreibt zwanzig Eingänge gleichzeitig. Kommt ein Temperaturalarm an Gate 14, schicken Sie niemanden erst zum Nachfragen los. Sie sehen es auf dem Bildschirm.
Was das SmartScan kann, und was nicht
Ein Punkt geht in der Diskussion um Temperatur-Screenings gelegentlich unter. Das SmartScan ist ein technisches Screening-Instrument, kein medizinisches Diagnosegerät. Es misst die Körpertemperatur mit einer Genauigkeit von ±0,5 °C, optional ±0,2 °C mit Referenztemperaturquelle. Personen mit deutlich erhöhter Temperatur erkennt es zuverlässig. Eine Diagnose stellt es nicht. Erhöhte Temperatur kann auf eine Infektion hindeuten, ebenso auf Anstrengung, warme Kleidung oder einen heißen Kaffee.
In der Praxis ist das SmartScan ein Filterinstrument. Es identifiziert Personen für eine genauere Prüfung. Die medizinische Bewertung obliegt geschultem Fachpersonal. Es entscheidet, ob Fieber vorliegt und welche Maßnahmen folgen. So ist das System konzipiert. Als erste Verteidigungslinie. Sie lässt den Regelfall schnell durch und macht den Ausnahmefall sichtbar, ohne den Betriebsablauf zu belasten.
Datenschutzrechtlich ist die Körpertemperatur ein Gesundheitsdatum im Sinne von Artikel 9 DSGVO. Der Betrieb braucht daher eine tragfähige Rechtsgrundlage. Die datenschutzfreundlichste Auslegung speichert keine Messwerte. Sie gibt nur das Ampelsignal aus.
Wer bereits Sicherheitsschleusen betreibt, hat die Infrastruktur für Temperatur-Screenings im Grunde schon stehen. Es fehlt nur das letzte Modul. André Günther, Geschäftsführer DTI Security
Für wen das relevant ist
Die naheliegendsten Einsatzfelder haben schon Durchgangsdetektoren im Einsatz. Zugleich besteht dort ein Interesse an der Gesundheitskontrolle. In der Personenbeförderung ist Temperatur-Screening längst Standard, an Flughäfen, Fährterminals und Fernbusbahnhöfen. Das SmartScan integriert es in Ihren bestehenden Sicherheitscheck. Kein zusätzlicher Prozess daneben.
In Behörden und Gerichten ist die Einlasskontrolle seit 2017 ohnehin vorgeschrieben. Daraus ergibt sich eine elegante Doppelnutzung. Zwei Aufgaben, ein Durchgang. Die bestehende Sicherheitsschleuse erhält eine Gesundheitskomponente, ohne dass ein zusätzlicher Engpass für Besucher entsteht. Ähnliches gilt für Veranstaltungen vom Stadion über Messen bis zur Konzerthalle, wo Durchsatz und Sicherheit gleichzeitig stimmen müssen.
Und dann sind da die Einsatzfelder, an die man nicht sofort denkt. In Produktionsbetrieben und Logistikzentren gehen jede Schicht hunderte Mitarbeiter durch eine einzige Kontrollstelle. Hier geht es nicht allein um Infektionsschutz, sondern auch um Betriebskontinuität. Häufen sich in einer Schicht auffällig viele Temperaturalarme, reagieren Sie früh. So fällt nicht gleich ein ganzer Standort aus.
Hinweis: Das Garrett SmartScan ist ein technisches Screening-Instrument zur Personenkontrolle und kein medizinisches Diagnosegerät. Eine vom SmartScan angezeigte erhöhte Körpertemperatur sollte stets von qualifiziertem Fachpersonal mit medizinischer Ausrüstung überprüft und bestätigt werden. Das SmartScan ersetzt keine ärztliche Untersuchung.
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