Wie Einlasskontrollen die Veranstaltungssicherheit erhöhen?
Veranstaltungssicherheit beginnt am Einlass, sie beginnt aber schon viel früher im Konzept.
Für ein sicheres Event gibt es keine Patentlösung. Jede Veranstaltung wird einzeln nach Größe, Ort und Publikum bewertet. Aus dieser Bewertung entsteht ein Sicherheitskonzept, das alle Beteiligten einbindet, bis hin zur Kommune. Die Einlasskontrolle ist darin die zentrale, sichtbare Maßnahme. Wer gefährliche Gegenstände hier abfängt, hält sie vom Gelände fern.

Das Sicherheitskonzept
Vor der Technik steht die Planung. Ein tragfähiges Konzept bewertet die Gefährdungen und leitet daraus den Einsatz der Detektoren ab. Diese Kriterien gehören dazu:
- Erwartete Besucherzahl und vorhandene Plätze (Zahl der Detektoren)
- Besucherfluss, mögliche Engpässe und Drucksituationen (Aufstellungsorte)
- Zahl der Sicherheitskräfte nach Besucherzahl und Gefährdungsgrad
- Publikumsprofil (Altersdurchschnitt, erwartetes Verhalten)
- Anzahl, Kennzeichnung und Führung der Rettungswege
- Erforderlichkeit von Wellenbrechern nach §§ 29 oder 32 MVStättVO
- Brandgefahren, Brandsicherheit und Brandwachen
- Zahl der Sanitäter und Ärzte
- Sicherheitsdurchsagen und erreichbare Verantwortliche während des Events
- Parkorganisation
Besucher zählen
Bei begrenzter Kapazität zählt das Zählwerk des Durchgangsdetektors die Personen am Einlass. Im Zusammenspiel mit dem Ticketsystem behalten Sie die Belegung im Blick. Es lässt sich auf die Zählrichtung einstellen, nur vorwärts, nur rückwärts oder als Subtraktion beider Richtungen. Wichtig ist, dass der Durchsatz stabil bleibt und die Kontrolle je Person kurz.

Was der Detektor findet
Programme wie Zuschauer oder Gebäude erkennen Schusswaffen, Munition, Schlag- und Stichwaffen, Messer oder Pfefferspray. Harmlose Gegenstände wie Münzen, Schlüssel oder Folien filtern sie heraus. So bleibt die Waffendetektion bei hohem Durchlauf treffsicher und alarmarm.
Ampelsystem und Aufstellung
Über die Symbole Gehen und Warten regelt der Detektor das Tempo. Er gibt den nächsten Durchgang erst frei, wenn die vorherige Kontrolle abgeschlossen ist. Die Geräte stehen auf ebenem, stabilem Untergrund, geschützt vor Regen und Kondensat, bei Bedarf im Zelt. Abstandslinien vor dem Rahmen ordnen den Zulauf. Crowdmanagement lenkt darüber hinaus die Besucherströme an Engstellen und hält das Personal über Funk auf demselben Informationsstand.
Wie viele Sicherheitskräfte?
Meist stellt ein Sicherheitsdienst das Personal für den Einlass. Wie viele Kräfte nötig sind, hängt von der Zahl der Eingänge und den Kontrollarten ab. Als Faustregel gelten ein bis zwei Personen je Kontrollstelle. Zu wenige erzeugen Warteschlangen, zu viele wirken unorganisiert; die richtige Zahl ergibt sich aus der Erfahrung vergleichbarer Events.
Qualifiziertes Personal
Zuverlässige Kontrollen setzen erfahrene Kräfte mit Menschenkenntnis voraus, die Alkoholisierte, aggressive Gruppen oder Pyrotechnik-Absichten früh erkennen. Für die meisten Bewachungstätigkeiten genügt die 40-stündige Unterrichtung bei der IHK (§ 34a Absatz 1a GewO, § 6 BewachV). Für bestimmte Aufgaben, etwa den Einlass in leitender Funktion bei zugangsgeschützten Großveranstaltungen, ist die IHK-Sachkundeprüfung vorgeschrieben. Jede Wachperson muss seit 2019 im Bewacherregister eingetragen sein (§ 11b GewO). Sie trägt ein sichtbares Schild mit Name oder Kennnummer sowie dem Namen des Unternehmens. Alternative Untersuchungsmethoden, etwa die Handsonde oder das manuelle Abtasten, gehören ausdrücklich ins Konzept.

Optional: Temperatur-Screening
Ein SmartScan-Aufsatz misst berührungslos die Körpertemperatur während der regulären Kontrolle, ohne zusätzlichen Halt. Datenschutzrechtlich ist die Körpertemperatur ein Gesundheitsdatum nach Artikel 9 DSGVO. Die datenschutzfreundlichste Auslegung speichert keine Werte und gibt nur das Ampelsignal aus.
Praxisbeispiel Arena Oberhausen
Anforderung an DTI
Zusätzliche Personenkontrolle auf Schuss-, Stich- und Schnittwaffen im Eingangsbereich.
Lösung
Im Ticketbereich eine Sicherheitsschleuse aus mobilen Durchgangsdetektoren und manueller Zutrittskontrolle. Finale Sicherheit bringt die Nachkontrolle mit dem Handdetektor.
Praxisbeispiel TUI-Hauptversammlung
Anforderung an DTI
Vor den Drehkreuzen eine Personen- und Gepäckkontrolle auf Schuss-, Stich- und Schnittwaffen, während die Drehkreuze die Zugangsberechtigung per Ticket prüfen.
Lösung
Eine Sicherheitsschleuse aus Durchgangsdetektoren und Gepäckscanner für Handgepäck, ergänzt um die manuelle Kontrolle. Finale Sicherheit bringt der Blick ins Gepäck oder die Handkontrolle mit dem Garrett Super Scanner V.

Passende Geräte
Garrett PD 6500i Dual Optics. Der mikroprozessorgesteuerte Durchgangsdetektor mit Pinpoint-Technologie ist auf hohen Durchsatz ausgelegt, unterscheidet Eisen von Nichteisen und bringt ein Zählwerk mit. Die IP65-Ausführung ist wetterfest und mit Lenkrollen von einer Person verschiebbar.
Zum Garrett PD 6500i Dual Optics
Zum Garrett PD 6500i IP65
Garrett SmartScan. Der Torbogen-Aufsatz für die berührungslose Temperaturmessung, ohne zweiten Kontrollschritt.
VMI Spectrum 6040 Röntgenscanner. Für Events mit Handgepäck. Sein 160-kV-Generator liefert die nötige Bildqualität, das Gerät ist netzwerkfähig und mit einem Durchgangsdetektor koppelbar.

Garrett CMA Schnittstellenmodul. Für die zentrale Überwachung mehrerer Kontrollpunkte per Ethernet oder WLAN, mit Protokollierung von Durchsatz und Alarmen; koppelbar mit einem VMI-Röntgengerät.
Zum Garrett CMA Wireless Schnittstellenmodul
Garrett Super Scanner V. Der Handdetektor für die Nachkontrolle, seit über 20 Jahren im professionellen Einsatz, mit hoher Empfindlichkeit auf Waffen und akustischem wie optischem Alarm.
Unsere Referenzen zeigen eine Auswahl der Veranstaltungen, die wir mit unserer Sicherheitstechnik betreut haben.
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