Personenkontrollen für die Sicherheit
Was darf ein Sicherheitsmitarbeiter bei der Personenkontrolle, und was nicht?
Personenkontrollen sichern den Zugang zu Behörden, Gerichten, Werksgeländen, Flughäfen oder Veranstaltungen. Entscheidend ist, wer kontrolliert. Amtsträger von Polizei, Zoll oder Ordnungsamt dürfen eine Identität auch gegen den Willen der Person feststellen. Ein privater Sicherheitsdienst darf das nicht. Seine Kontrolle ist immer freiwillig und lediglich Voraussetzung dafür, in einen Sicherheitsbereich eingelassen zu werden.

Die Rechte des Sicherheitsdienstes
Ein Sicherheitsmitarbeiter hat grundsätzlich nicht mehr Rechte als die Person, die er kontrolliert. Er stützt sich auf das Hausrecht des Betreibers. Wer die Kontrolle verweigert, muss nicht durchsucht werden, kann aber abgewiesen werden. Meist genügt die höfliche Bitte, den Ausweis vorzuzeigen. Ihn mit dem Smartphone zu fotografieren oder zu archivieren ist nicht erlaubt. Dafür fehlt die Rechtsgrundlage nach der Datenschutz-Grundverordnung. Waffen trägt privates Sicherheitspersonal in der Regel nicht.
Wozu Personenkontrollen dienen
Die Ziele unterscheiden sich je nach Ort. Betriebe halten betriebsfremde Personen fern und beugen so Spionage, Sabotage und Diebstahl vor. Veranstalter verbinden die Ticketkontrolle mit der Gefahrenabwehr. Clubs sichern Alterskontrollen ab, Flughäfen unterbinden verbotene Gegenstände, der Einzelhandel setzt sichtbare Kontrolle zur Abschreckung ein.
Verdachtsunabhängige Kontrollen bleiben dem Amt vorbehalten
Die verdachtsunabhängige Personenkontrolle ist Amtsträgern vorbehalten, vor allem der Polizei. Sie ist zur Gefahrenabwehr zulässig, etwa bei Demonstrationen oder Sportveranstaltungen mit erwarteten Ausschreitungen. Ergibt sich ein konkreter Verdacht, darf die Polizei nicht nur die Identität feststellen, sondern auch durchsuchen und weitere Maßnahmen ergreifen. Diese Befugnisse hat ein privater Dienst ausdrücklich nicht.

Verpflichtende Kontrollen am Sicherheitsbereich
Am Eingang sicherheitsrelevanter Bereiche prüft der Sicherheitsdienst, ob jemand gefährliche Gegenstände mit sich führt. Das gilt in Behörden, Gerichten, Kraftwerken, Flughäfen oder Werkslagern, mit Hand- und Durchgangsdetektoren oder Gepäckscannern. Wer die Kontrolle verweigert, wird nicht eingelassen. Auch hier gilt der Grundsatz. Die Kontrolle ist freiwillig, sie ist nur die Bedingung für den Zutritt.
Leibesvisitation bei Veranstaltungen
Die Personenkontrolle im Stadion oder am Einlass eines Events ist eine Leibesvisitation auf freiwilliger Basis. Sie setzt das Einverständnis der Person voraus, jede wird einzeln gefragt. Grundlage ist das Hausrecht; wer sich verweigert, kann abgewiesen werden. Werden keine verbotenen Gegenstände gefunden, ist der Zutritt frei.
Mann oder Frau? Wann der Detektor die Regel ändert
Ohne technisches Hilfsmittel darf nur gleichgeschlechtlich kontrolliert werden. Der Hand-Metalldetektor ändert das. Er wird berührungslos an der Person entlanggeführt. Damit ist auch die Kontrolle des jeweils anderen Geschlechts zulässig. Das macht die Handsonde im Einlass so praktisch.
Geschulte Sicherheitskräfte
Technik ersetzt keine Kompetenz. Erfolgreiche Kontrollen setzen geschultes Personal voraus. Grundlage ist die 40-stündige IHK-Unterrichtung nach § 34a der Gewerbeordnung; für bestimmte Tätigkeiten kommt die IHK-Sachkundeprüfung hinzu. Jede Wachperson muss zudem im Bewacherregister eingetragen sein.
Handdetektoren für die Personenkontrolle
Garrett THD (Tactical Hand Held). Kompakt und leicht, für lange Einsätze ausgelegt, mit 360-Grad-Abtastfeld und 10 cm Abtastfläche. Er ortet Metall punktgenau in der Gerätespitze, ist nach dem Einschalten sofort einsatzbereit und hat eine LED-Leuchte für Nacht- und Gepäckkontrollen. Das stoßfeste Gehäuse lässt sich zur Not auch als Druckstab einsetzen.

Garrett Super Scanner V. Der Handdetektor mit großer Scanfläche, seit über 20 Jahren im professionellen Einsatz. Hohe Empfindlichkeit auf Waffen und Metallteile, automatischer Abgleich, akustischer und optischer Alarm. Ein Eliminationsschalter blendet störendes Umgebungsmetall aus.

Garrett SuperWand. Schlanke Handsonde mit 360-Grad-Abtastfeld und automatischer Grundeinstellung, selbstkalibrierend, ohne Regulierung einsatzbereit. Der ergonomische Griff ermüdet auch bei langer Einsatzzeit wenig; der Dreistufenschalter wählt zwischen Ton, lautloser Vibration und LED-Signal.

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